RWE Geschäftsbericht 2024: Starke Leistung trotz Marktherausforderungen
- Große Investitionen: 10 Milliarden Euro netto in den Ausbau des Erneuerbare-Energien-Portfolios investiert
- Wachsende Kapazität: Derzeit rund 150 Projekte mit einer Gesamtkapazität von 12,5 Gigawatt im Bau
- Meilenstein bei erneuerbarer Energieerzeugung: Über 40% des Stroms werden mittlerweile aus erneuerbaren Quellen erzeugt
- Umweltfortschritt: Reduzierung der CO2-Emissionen um 13%
- Aktionärsrendite: Bestätigter Dividendenvorschlag von 1,10 Euro je Aktie für 2024, mit Plänen zur Erhöhung auf 1,20 Euro je Aktie im Jahr 2025
Strategische Anpassungen an Marktgegebenheiten
Als Reaktion auf herausfordernde Marktbedingungen hat RWE strengere Investitionskriterien eingeführt:- Erhöhung der Mindestrenditeanforderungen von durchschnittlich 8% auf über 8,5% für neue Projekte
- Reduzierung der geplanten Investitionen für 2025-2030 um 10 Milliarden Euro auf 35 Milliarden Euro netto
- Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms von bis zu 1,5 Milliarden Euro, das bis zum zweiten Quartal 2026 abgeschlossen sein soll
- Beibehaltung der mittel- und langfristigen Ertragsziele trotz Investitionsreduzierung
Geschäftsentwicklung 2024 nach Segmenten
Das diversifizierte Portfolio des Unternehmens lieferte unterschiedliche Ergebnisse in den Geschäftssegmenten: Offshore Wind:- Bereinigtes EBITDA: 1,6 Milliarden Euro (2023: 1,7 Milliarden Euro)
- Leistung beeinflusst durch niedrigere Strompreise bei Terminverkäufen und erhöhte Wartungskosten
- Bereinigtes EBITDA: 1,5 Milliarden Euro (2023: 1,2 Milliarden Euro)
- Wachstum getrieben durch neu in Betrieb genommene Wind- und Solarparks
- Ganzjähriger Beitrag der übernommenen Con Edison Clean Energy Businesses
- Bereinigtes EBITDA: 1,9 Milliarden Euro (2023: 3,2 Milliarden Euro)
- Kurzfristige Optimierung übertraf die anfänglichen Erwartungen, blieb jedoch unter dem außergewöhnlich hohen Niveau von 2023
- Bereinigtes EBITDA: 0,7 Milliarden Euro (deutlich über den Prognosen)
- Rückgang gegenüber dem außerordentlich hohen Ergebnis von 1,6 Milliarden Euro im Jahr 2023
- Braunkohleverstromung und Kernenergie-Rückbauaktivitäten werden jetzt als separates Segment geführt
- Leistung wird anhand des bereinigten Cash Flows und nicht des EBITDA gemessen
Finanzielle Lage
Trotz hoher Investitionen behielt RWE eine solide finanzielle Grundlage:- Nettoverschuldung stieg auf 11,2 Milliarden Euro aufgrund intensiver Investitionstätigkeit
- Positiver operativer Cash Flow und Einnahmen aus dem Verkauf von Anteilen am Offshore-Windkraftprojekt Dogger Bank South an Masdar trugen zur Schuldenminderung bei
- Leverage Factor von 2,0, deutlich unter der selbst gesetzten Obergrenze von 3,0
Ausblick für 2025 und darüber hinaus
Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert RWE:- Bereinigtes EBITDA: 4,55 Milliarden Euro bis 5,15 Milliarden Euro
- Bereinigtes Nettoergebnis: 1,3 Milliarden Euro bis 1,8 Milliarden Euro
- Bereinigtes Nettoergebnis je Aktie von etwa 3 Euro bis 2027
- Bereinigtes Nettoergebnis je Aktie von etwa 4 Euro bis 2030
- Jährliches Dividendenwachstum von 5-10% bis 2030
Quelle: https://www.rwe.com/presse/rwe-ag/2025-03-20-rwe-mit-gutem-ergebnis-2024/